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Biotop- und Landschaftspflege

Sängegraben in Moos

Parallel und querend zum Lehrpfad verläuft der Sängegraben. Dieser teilweise wasserführende Graben entwickelt sich über ca. 1 km vom Baum-/Buschbestand über eine Magerwiesenflora hin zu einer feuchten Hochstaudenflur, die bis in das NSG Radolfzeller Aach hineinführt. Ca. 500 m davon pflegen wir im Auftrag der Gemeinde Moos als Ausgleichsmaßnahme für ein Baugebiet. Es geht um eine naturschutzfachliche Aufwertung und Erhaltung dieser Biotopstruktur:

  • Alternierendes und schonendes Ausmähen der Grabenbereiche
  • 2x pro Jahr Mähen der 5m-Gewässerrandstreifen und Abräumen
  • Nachpflanzen und Schutz von insekten-/vogelfreundlichen Büschen

 

Wiese, Bach und Teich im Erlenloh

Der biotopkartierte Teich im Erlenloh in Gaienhofen wurde von uns im Auftrag der Gemeinde schon vor vielen Jahren in Pflege genommen. Zunächst wurde der direkte Durchfluß des Erlenloh-Baches in einen Bypass-Graben umgelegt, so dass die Verlandung durch dauernden Sedimenteintrag gebremst werden konnte.

Wir pflegen den Teich durch Rückschnitt von Büschen und Schilf, um die Wasserfläche offenzuhalten.

Uferbereich und umgebender Graben werden regelmäßig von uns freigemäht und so auch der Zufluss zum Teich reguliert.

Die angrenzende Wiese mähen wir zwei Mal pro Jahr. Das abgetragene Mähgut wird vom Bauhof der Gemeinde entsorgt, Anwohner helfen regelmäßig bei der Aktion - also ein kleines gelungenes Bürgerprojekt.

Entsprechend summt und brummt's: Frösche, Libellen und Ringelnattern sind unterwegs!

 


 

Sandbiotop in Wangen

 (M. Otto)

 In Wangen befindet sich ein wertvolles Sandbiotop mit seltenen Pflanzen und verschiedenen Wildbienenarten. Unter der Anleitung von Eberhard Koch wird dieses Biotop seit Jahren gepflegt und erhalten. Leider säen sich dort immer wieder Robinien aus, die, ebenso wie die Goldrute, regelmäßig entfernt werden müssen. Das Biotop besteht aus Molassesandstein, der sehr wasserdurchlässig ist und für eine trockene Umgebung sorgt. Hier fühlen sich Pflanzen wie das Sonnenröschen, das Nickende Leimkraut, das Schillergras und die Heidesegge (mittlerweile auf der Roten Liste) wohl.

Dass in der Nähe auch verschiedene Kalkquellriede mit ihrer wiederum ganz eigenen Vegetation vorkommen zeigt, dass wir es hier mit zwei verschiedenen Schichten von Ablagerungen zu tun haben. Nämlich zum einen mit der obersten wasserdurchlässigen Schicht des Molassesandsteins wie beim Sandbiotop und zum anderen mit der untersten wasserundurchlässigen Schicht, welche die Kalkquellriede entstehen lässt. Auch die weltberühmten Öhninger Versteinerungen sind diesen speziellen Ablagerungen hier zu verdanken. Sie gehen zurück bis in die Zeit der Entstehung der Alpen.


 

Blühende Refugialflächen in Öhningen

 (M.Otto)

In Öhningen konnten wir einen Landwirt beauftragen, auf 0,65 ha Blühflächen einzusähen, die seit 2021 als Refugialflächen in Ruhe gelassen werden. Wir fördern sozusagen das “Nichtstun” des Landwirtes, der diese Flächen anderweitig nicht nutzen kann, also auch nicht mäht.

Sie dienen damit vielen Tier- und Pflanzenarten als wertvolle Rückzugsflächen, die im agrarisch genutzen Offenland immer seltener werden.